Titel

Der Anfang

Der Oldenburger Salvatorabend ist untrennbar mit der Geschichte des auf dem Flugplatz stationierten Geschwaders und der Nachfolgeeinheiten verbunden,  besonders aber mit dem legendären und geschichtsträchtigen Offizierskasino. Angelehnt an den Bieranstich auf dem Münchner Nockerberg in der jährlichen Fastenzeit, seinem stärkenden, kalorienreichen Gerstensaft aber auch seiner besonderen bayrischen Atmosphäre hat dieses Fest seinen Weg in den hohen Norden gefunden und. einen festen Platz im jährlichen Oldenburger Veranstaltungskalender gewonnen.

Da fast alle Piloten der Luftwaffe ihre fliegerische Ausbildung zu Teilen in Bayern durchliefen, war es für den angehenden fliegerischen Nachwuchs natürlich  unvermeidbar nicht mit diesem Ereignis auf dem Nockerberg in Berührung zu kommen.

Als dann auch noch ein Fliegender Verband, das Aufklärungsgeschwader 54 , Anfang der 60-ger Jahre aus dem bayrischen Erding nach Oldenburg verlegte, wurde der Reigen geschlossen. Oldenburg hatte zwar zu dieser Zeit auch zahlreiche Hausbrauereien, die sich auf die Kunst des Bierbrauens verstanden, das tiefbraune Nockerbergbier war jedoch ob seiner besonderen Würze legendär und fand auch hier schnell seine Liebhaber. Die Bürger der Stadt und der Gemeinden im Umland haben trotz vieler Probleme mit dem zunehmenden Fluglärm ihren Soldaten auf dem Flugplatz von Anbeginn die volle Unterstützung gewährt.

Was lag also näher als ein besonderes Dankeschön. So luden 1964 der Kommodore des Geschwaders, Oberstleutnant Dedekind, und seine Offiziere Bürger, Vertreter des öffentlichen Lebens, Offiziere vorgesetzter Kommandobehörden und Einheiten am Standort zu einem besonderen Fest in das Offizierkasino ein.
Mit einer Transall-Transportmaschine der Luftwaffe wurde nicht nur Original-Nockerbergbier sondern auch kulinarische Genüsse, wie bayrischer Leberkäs und knussprige Laugenbrezel eingeflogen. Damals noch keine  Selbstverständlichkeit in der Oldenburger Küche.

Schon die erste Veranstaltung umfasste eine sehr  umfangreiche Einladungsliste. Schnell stellte man fest, dass die gewohnte Kasinobestuhlung der stetig anwachsenden Nachfrage nicht genügen konnte. So wurde in den folgenden Jahren im Stile des Nockerbergs mit Bierzeltgarnituren aufgerüstet. Aus diesen ersten Anfängen im Jahre 1964 erwuchs die Tradition des Oldenburger Salvatorabends, der seit 1965 unter diesem Namen immer Anfang März stattfindet.

Die Gästeliste wuchs im Laufe der Jahre von anfänglich 300 auf über 400 Teilnehmer an, kein Problem, denn es gehört zum Charakter eines solchen Festes, enge Tuchfühlung zu seinem Nachbarn zu halten. „Linkshänder werden an einen separaten Tisch gesetzt“ ulkte jemand, „damit man sich beim Essen nicht ins Gehege kommt“. Anregende Gespräche, reichlich Bier, auch schon mal ergänzt mit Korn, deftiges Essen und stets eine hervorragende Stimmung prägten und prägen den Oldenburger Salvatorabend.

1964

Oberstleutnant Dedekind mit Offizieren

1964 luden Kommodore Oberstleutnant Dedekind, , Vertreter des öffentlichen Lebens, Offiziere vorgesetzter Kommandobehörden und Einheiten am Standort zu einem besonderen Fest in das Offizierkasino ein.

1966

Oberstleutnant Dedekind beim Anzapfen

1966

Ehrengäste

 1970

Sitzordnung 1970

Schnell stellte man fest, dass die gewohnte Kasinobestuhlung der stetig anwachsenden Nachfrage nicht genügen konnte. So wurde in den folgenden Jahren im Stile des Nockerbergs mit Bierzeltgarnituren aufgerüstet